
Schreibtische
Teil von Was ist beim Bürostuhl für acht Stunden oder zwei Stunden tägliche Nutzung zu beachten?
Rückenlehnenhöhe einstellen: Sitzhöhe, Sitztiefe und Lordosenstütze in der richtigen Reihenfolge anpassen
Bürostuhl einstellen ohne Rätselraten: erst Sitzhöhe, dann Sitztiefe, zuletzt Lehnenmechanik und Lordosenstütze. So prüfen Sie jeden Schritt am Arbeitsplatz.
Wer die Rückenlehnenhöhe verstellt, ohne vorher Sitzhöhe und Sitztiefe zu prüfen, dreht an der falschen Stelle. Die Lehnenwölbung wirkt erst, wenn Unterkörper und Sitzfläche stimmen. Die folgende Reihenfolge arbeitet sich von unten nach oben vor.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Erst Sitzhöhe, dann Sitztiefe, dann Lehnenmechanik, zuletzt die Lehnenwölbung.
- Handbreite zwischen Sitzvorderkante und Unterschenkel als Sitztiefen-Test.
- Lehnenwölbung auf Höhe der Lendenwirbelsäule, nicht auf Schulterhöhe.
Schritt 1: Sitzhöhe an die Tischplatte anpassen
Die Sitzhöhe ist die Basis. Sie gilt als angepasst, wenn die Füße am Boden stehen und Ober- und Unterschenkel einen Winkel von etwas mehr als 90 Grad bilden. Reichen die Füße nicht auf den Boden, hilft eine Fußstütze.
Hat der Tisch eine feste Höhe von 74 ± 2 Zentimetern, folgt der Stuhl dem Tisch. Die Tischhöhe passt, wenn aufliegende Unterarme mit den Oberarmen einen rechten Winkel bilden und Schultern und Oberarme locker herabhängen. Sind Tisch und Stuhl höhenverstellbar, stellen Sie zuerst den Stuhl ein, dann die Tischhöhe.
Diese Prüfung lohnt sich, weil langes Sitzen den Bewegungsapparat belastet. Das IFA der DGUV nennt langandauernde sitzende Tätigkeiten als Schwerpunkt, weil sie mit körperlichen Beschwerden wie Muskel-Skelett-Problemen verbunden sein können.
Schritt 2: Sitztiefe mit dem Handbreiten-Test prüfen
Jetzt rückt die Sitzfläche nach vorn oder hinten. Maßgeblich ist der Abstand zwischen Sitzvorderkante und Unterschenkel: Er sollte etwa eine Handbreite betragen, bei voller Nutzung der Sitzfläche.
Ein zu tiefer Sitz drückt die Kniekehle ab. Ein zu flacher Sitz lässt die Oberschenkel vorne aufliegen. Beides zwingt Becken und unteren Rücken in eine Ausweichhaltung, die sich auch mit einer perfekt eingestellten Lehne nicht ausgleichen lässt. Deshalb steht die Sitztiefe vor der Rückenlehne.
Schritt 3: Lehnenmechanik auf das Körpergewicht einstellen
Erst wenn Sitzhöhe und Sitztiefe feststehen, kommt die Mechanik ins Spiel. Falls eine verstellbare Mechanik vorhanden ist, stellen Sie sie auf das persönliche Körpergewicht ein. Dann kann die Rückenlehne körpersynchron mit der Bewegung mitgehen.
Ist die Federvorspannung zu hart, weicht der Rücken der Lehne aus. Ist sie zu weich, gibt die Lehne nach und stützt nicht. Testen Sie die Einstellung, indem Sie sich langsam zurücklehnen. Die Lehne soll folgen, ohne Sie zu halten oder wegzukippen.
Schritt 4: Lehnenwölbung auf die Lendenwirbelsäule setzen
Zuletzt stellen Sie die Höhe der Lehne oder der Lordosenstütze ein. Die Wölbung gehört auf die Höhe der Lendenwirbelsäule und deren Vorwärtskrümmung. Das ist deutlich tiefer als die Schulterblätter.
Ein manueller Test: Setzen Sie sich aufrecht und legen Sie die flache Hand in das Hohlkreuz. Die Wölbung soll genau dort greifen. Auch hier gilt die Empfehlung, dass Rückenlehne oder Lordosenstütze in der Höhe verstellbar sind.
Prüfliste mit Ist-Werten
| Schritt | Prüfpunkt | Sollwert | Ihr Ist-Wert |
|---|---|---|---|
| 1 | Sitzhöhe | Ober- und Unterschenkel bilden einen Winkel von etwas mehr als 90 Grad, Füße am Boden | |
| 1 | Tischhöhe | bei fester Höhe 74 ± 2 cm, Unterarme im rechten Winkel | |
| 2 | Sitztiefe | etwa eine Handbreite zur Unterschenkelrückseite | |
| 3 | Mechanik | auf persönliches Körpergewicht eingestellt | |
| 4 | Lehnenwölbung | auf Höhe der Lendenwirbelsäule |
Gehen Sie die Liste von oben nach unten durch. Ein Wert, der nicht passt, macht die folgenden Schritte unbrauchbar. Prüfen Sie nach jeder Änderung zwei bis drei Minuten in Ihrer normalen Arbeitshaltung, nicht nur in der Ausgangsposition.



